Bilder im Wandel der Zeit
Iconic Turn
Bilder im Wandel der Zeit

Nie zuvor waren Bilder so allgegenwärtig wie heute. Fernsehen, Internet und andere Medien haben dazu geführt, dass sie in nahezu allen gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Bereichen präsent und jederzeit verfügbar sind.

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert der Bilder. Neue Medien und Technik haben es möglich gemacht, visuelle Information in einem viel größerem Umfang herzustellen und zu verbreiten. In den Wissenschaften gelang es, zuvor Nicht-Darstellbares zu visualisieren und sichtbar zu machen. Der so genannte Iconic Turn beschreibt die Allgegenwart und die wachsende Macht des Visuellen als Anzeichen für einen grundsätzlichen kulturellen Wandel.

Der gewachsenen Bedeutung der Bilder widmet sich seit dem Sommersemester 2002 die öffentliche Vorlesungsreihe „Iconic Turn – Das neue Bild der Welt“ an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Veranstalter sind die Akademie zum Dritten Jahrtausend und das Humanwissenschaftliche Zentrum der LMU.

Im Spannungsfeld von Kunst und Wissenschaft, Kultur und Technik, Geschichte und Gesellschaft fördert die Vorlesungsreihe den interdisziplinären Diskurs über die Bedeutung der Bilder in der heutigen Zeit. Sie richtet sich nicht allein an ein wissenschaftliches Publikum, sondern auch an interessierte Laien und all jene, die mit Bildern arbeiten. Parallel zur Vorlesungsreihe findet ein interdisziplinäres Kolloquium zum Thema Bildwissenschaft statt.

Die Vorträge der Semester 2002 bis 2003 sind unter dem Titel „Iconic Turn“ im Dumont Verlag als Buch erschienen. Weiter Aufsätze versammelt der Folgeband „Iconic worlds“, erschienen 2006.

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